Schreibtypen

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Menschen sind verschieden.

Manchen gibt Struktur Sicherheit, die anderen langweilt und hemmt zu viel Struktur.

Manche können ohne Gliederung (oder im literarischen Bereich ohne “Vorplotten”) gar nicht erst anfangen zu schreiben. Andere fühlen sich schnell eingeschränkt durch zu viele Pläne und Vorgaben.

In der Schreibpädagogik wird deshalb zwischen verschiedenen “Schreibtypen” unterschieden. Meistens läuft es auf die Kategorien “Planen” versus “Drauflosschreiben” hinaus und natürlich gibt es viele “Schreibtypen”, die eher so dazwischen liegen. Dazu kommt, dass viele Phasen des Schreibens und auch viele Texttypen jeweils mehr Planung oder mehr freies Schreiben einfordern.

Beide Schreibtypen haben – wie so vieles im Leben – Vorteile und Nachteile.

Vorteil des Planens: Wer plant, hat von Anfang an einen “Fahrplan”, an dem er/sie sich orientieren kann.
Nachteil: Das Schreiben kann zäh werden. Manchmal steht da eine wunderbare Gliederung im Raum, aber der Text lässt auf sich warten, die entscheidende Schreibidee bleibt aus …

Vorteil des “Drauflosschreibens”: Es fällt leichter anzufangen, weil man den eigenen Einfällen folgen kann.
Nachteil: Die Übersicht fehlt irgendwann, die Gefahr des Verzettelns ist groß.

Günstig ist es, sich selbst zu kennen und vor allem die eigene Art des Schreibens zunächst zu akzeptieren. Fehlende oder vernachlässigte Aspekte lassen sich ergänzen.

Planer_innen können zum Beispiel durch kreative Methoden wieder mehr Leichtigkeit in ihr Schreiben holen und Schreibblockaden vorbeugen.  Durch das Führen eines Schreibjournals können sie Ideen und Einfälle sammeln oder durch Freewriting den Schreibfluss wieder in Gang bringen.

“Drauflosschreiber_innen” können sich mit kreativen Visualisierungtechniken beschäftigen, um nachträglich Ordnung und Struktur in ihren Text bringen. Ein Cluster zeigt vielleicht eine erste Ordnungsweise, die passen könnte. Noch genauer und mehr in Richtung Gliederung geht ein Mindmap. Oder kreativer: den eigenen Text als Weg aufmalen und die wichtigsten Stationen aufzuzeigen.

Wie bei vielen Dingen im Leben geht es darum, die für eine/n selbst richtige Balance zu finden. Dann klappt es ganz gut mit dem Schreiben.

 

 

 

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